Die nächste Runde im „Spiel der Götter“

Nach längerer Pause geht „Das Spiel der Götter“ endlich weiter. Steven Eriksons Monumentalwerk wird häufig mit „Das Lied von Eis und Feuer“ (auch bekannt als „Game of Thrones“) verglichen. Einerseits ist der Vergleich sehr naheliegend, andererseits völlig falsch, denn unterschiedlicher können zwei Serien im gleichen Genre kaum sein. Erikson achtet noch viel stärker als George R. R. Martin darauf, gängige Fantasy-Klischees zu vermeiden. Wer mit Eriksons Art zu erzählen zurechtkommt, wird mit einer wunderbaren, originellen und anspruchsvollen Geschichte belohnt.
In „Tod eines Gottes“, dem jetzt erschienenen fünfzehnten Band der deutschen Ausgabe, nähert sich ein Feind von unvorstellbarer Macht Schwarz-Korall. Und doch verlässt Anomander Rake, der Sohn der Dunkelheit, seine Heimat und sein Volk. Dabei wäre nur er in der Lage, den Gegner zu bezwingen. Aber Anomander Rake weiß genau, dass die eigentliche Entscheidung in Darujhistan fallen wird. Darum ist sein Platz dort. Er betritt die Stadt des blauen Feuers in dem Wissen, dass es ein uraltes Unrecht wiedergutzumachen gilt – und dass der Tod eines Gottes unmittelbar bevorsteht!

Serienwelten.de: Das Spiel der Götter von Steven Erikson

Ein Tanz mit Drachen: Nicht geplant, endlich erschienen

Mit den beiden Bänden „Der Sohn des Greifen“ und „Ein Tanz mit Drachen“ liegt der neueste Roman aus George R. R. Martins großem Fantasy-Epos Das Lied von Eis und Feuer komplett auf Deutsch vor. Dabei hätte es „A Dance with Dragons“ gar nicht geben sollen.

George R. R. Martin hatte die Absicht, mit „The Winds of Winter“ (damals noch unter einem anderen Arbeitstitel) einen zweiten Handlungsabschnitt zu beginnen. Die Handlung sollte fünf Jahre später einsetzen; die Kinder wären älter und die Drachen größer geworden. Die wichtigsten Ereignisse der übersprungenen Jahre wollte der Autor in einem langen Prolog erzählen. Nach einem Jahr Arbeit erkannte Martin, dass weder Prolog noch Rückblenden funktionierten. Er zog die Notbremse und warf die bisherige Planung über den Haufen. Ein weiterer Roman sollte nun die Handlungslücke schließen.

Das Manuskript wurde aber immer länger. Bald war klar, dass Martin die Geschichte auf zwei Bände verteilen musste. Um jedem Buch einen befriedigenden Abschluss geben zu können, teilte er die Handlung nach den Schauplätzen auf. „A Feast for Crows“ spielt im Süden und der Mitte von Westeros, „A Dance with Dragons“ auf dem östlichen Kontinent Essos und dem Norden von Westeros. Da die Aufteilung der Handlung aber mehr Probleme verursachte als löste, arbeitete George R. R. Martin ganze elf Jahre an zwei Romanen, die gar nicht geplant waren.

Die nächste Herausforderung zeichnet sich bereits am Horizont ab, aber die könnte dem Autor sogar helfen, mit „The Winds of Winter“ und „A Dream of Spring“ schneller voranzukommen. Die TV-Serie „Game of Thrones“ wird schon bald neues Material benötigen. Martin spürt den Druck. Er vergleicht die Fernsehserie mit einer gewaltigen Lokomotive, die schon heranbraust, während er noch damit beschäftigt ist, die Gleise zu legen.

Serienwelten.de: Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin

Taschenbuchausgabe von Steven Eriksons „Spiel der Götter“

Blanvalet bringt eine Taschenbuchausgabe von Steven Eriksons gewaltigen Fantasy-Zyklus Das Spiel der Götter heraus. Im November erscheint der erste Band, „Die Gärten des Mondes“. Bei der Gestaltung der Klappenbroschur-Taschenbücher stand sichtbar die Neuausgabe von George R. R. Martins Das Lied von Eis und Feuer Pate.

Nachdem die letztgenannte Romanserie nach Ende Juli eine wohl mehrjährige Pause einlegen wird (bis George R. R. Martin das nächste Manuskript abliefert), möchte Blanvalet offenbar den zahlreichen Lesern gleichwertigen Lesestoff anbieten. Und diesen Anspruch kann Steven Erikson erfüllen! Eriksons Epos ist ebenso brillant erzählt, originell, ideenreich und anspruchsvoll wie das von George R. R. Martin.

Doch Vorsicht: Erikson macht es seinen Lesern zu Beginn nicht leicht. Die meisten brauchen mehr als einen Band, um einen echten Zugang zu der komplexen Erzählung zu bekommen. Wer aber dabeibleibt, wird es nicht bereuen.

Serienwelten.de: Das Spiel der Götter von Steven Erikson

Crowdfunding-Projekt: Abschluss für das Valashu-Epos

Manchmal beenden Verlage eine Romanserie vorzeitig. Auch wenn ein solch harter Schnitt zum Glück nicht der Regelfall ist, bedauerlich ist er immer. Besonders schwer hat es den Fantasyzyklus Das Valashu-Epos von David Zindell getroffen. Nach drei Bänden kam das Aus, nur der Abschlussband fehlte noch.
Susanne Gerold, die Übersetzerin der ersten drei Bände, möchte diesen Zustand beenden und, wie sie sagt, „einer unvollendeten Geschichte zu ihrem Happy End verhelfen“. Weiterlesen